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Die Saarland Hurricanes stehen im Halbfinale um die German Bowl, die deutsche Meisterschaft im American Football. Die Wirbelwinde aus dem Saarbrücken fegten am Sonntag vor 2200 Zuschauern die Cologne Crocodiles mit 35:16 aus dem Ludwigspark. „Wenn du darüber nachdenkst, dass du Geschichte schreiben kannst, bist du gelähmt. Darum haben wir uns darum keine Gedanken gemacht“, sagte Christos Lambropoulos, der Cheftrainer der Canes, „wir haben einfach ganz hart gearbeitet. Das war eine grandiose Leistung des gesamten Teams.“

Es geht gegen den Dritten der Nord-Staffel, die Cologne Crocodiles:Deshalb sehen sich die Hurricanes gar nicht als Außenseiter Für die Canes war es das erste Heimspiel in einem Viertelfinale in ihrer nun schon über 25-jährigen Geschichte. Bisher hatte man sich als Dritter oder Vierter der Vorrunde qualifiziert und war dann auswärts jeweils gescheitert. „Die Canes stehen seit jeher für eine ganz starke Defense“, sagte Aufsichtsrat Joachim Klein vor dem Kick-off, dem Anstoß, „diesmal haben wir aber auch eine ausgezeichnete Offense.“ Die wird angeführt von Quarterback Josh Goldin. Doch der hatte es gegen die Krokodile von Beginn an richtig schwer. Die Defense der Gäste biss zu, so heftig, dass es nach einem geblockten Punt (also einem Schuss aus der eigenen Hälfte) und nur 64 Sekunden schon 7:0 für die Rheinländer stand. Die Canes-Defense verhinderte im ersten Viertel schlimmeres, drückte Köln kurz vor der eigenen Endzone zurück.

Im zweiten Viertel kam dann aber auch die Offensive der Saarländer in Gang. Goldin mit einem 40-Yards-Touchdown-Pass auf Victor Wharton III und Saarland-Kicker-Legende Philip Gabel mit dem Zusatzpunkt sorgten für den 7:7-Ausgleich. Auch das Fieldgoal von Dylan Bakker konnte die Canes nicht stoppen. 35 Sekunden waren noch auf der Uhr, als Goldin Marvin Fuchs in der Endzone fand – die Gastgeber führten zur Pause mit 14:10.

American Football im Saarland:„Ich will den German Bowl gewinnen“ – Quarterback Goldin lässt die Hurricanes wirbeln Die Canes legten auch im dritten Viertel ganz stark los. Chaz Elder fing drei Interceptions, also Pässe des Kölner Quarterbacks Christian Strong ab. Die Crocodiles, als Dritter der starken Nordstaffel von vielen Experten als stärker eingeschätzt, waren unter Druck. Auch weil Saarbrückens Leon Helm immer wieder für Raumgewinn sorgte. Den nächsten Touchdown besorgte Paul Lion, den die Kölner in der Endzone sträflich alleine gelassen hatten. Die Stimmung im Park war prächtig.

Eine 21:10-Führung Mitte des dritten Viertels ist im Football allerdings kein Ruhekissen und schon gar keine Vorentscheidung. Nachdem bis dahin nur das Special Team der Gäste punkten konnte, machte sich nun auch die Offensive auf den Weg, diesen Namen zu verdienen. Strong passte auf Wide Receiver Markel Castle, und schon waren die Gäste auf 16:21 rangekommen. Doch die Canes ließen sich nicht mehr beirren. Und Goldins Pässe waren extrem präzise. Diesmal war Marcel Baumbach der Empfänger in der Endzone, nach Gabels Zusatzpunkt zogen die Canes auf 28:16 davon. Im letzten Viertel lief die Uhr unerbittlich gegen die Gäste, die ihr Spieltempo nun anziehen mussten. Trotz größtem Druck kurz vor der eigenen Endzone behielten die Abwehrspieler der Canes die Übersicht, ließen keine weiteren Punkte zu. Acht Minuten vor Schluss wechselte der Ball erneut an die Gastgeber. Goldin warf, Marian Menden fing. Das 35:16 war die Entscheidung. „Heute haben wir alle gebraucht, Offense, Defense, Special Teams. Einer kämpfte für den anderen“, lobte Lambropoulos, „so haben wir auch im Halbfinale eine Chance.“ In der Runde der letzten Vier müssen die Canes am kommenden Samstag (15 Uhr) zu den Dresden Monarchs.

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